Geplant und moderiert wurde die Veranstaltung von Otto Dietrich Knapp, stellvertretender Vorsitzender des Landesfachausschusses Bildung der FDP Bayern. Die Vertreter von IHK, HWK und BA stellten ihre Bemühungen dar, die Ausbildungssituation zu verbessern und auch junge Menschen mit Migrationshintergrund angesichts des aus demografischen Gründen drohenden Fachkräftemangels gezielt zu fördern. Alexander Liebel berichtete aus seiner Erfahrung als Leiter einer Beruflichen Schule. Hier sei es am wichtigsten, die Schüler anzuleiten und ihnen Wege für die beruflichen Entwicklung aufzuzeigen. Gerade diejenigen Schüler, die drohen ?aus dem System herauszufallen? benötigten oft nur einen Anstoß und jemanden, der sie nicht aufgibt. Stephan Doll vom DGB gingen die Förderbemühungen hingegen nicht weit genug, auch kritisierte er die Qualität mancher Ausbildung und forderte eine verpflichtende Ausbildungsplatzumlage für alle Betriebe. Prof. Dr. Forster verwies hingegen auf die Sicherstellung einer hochwertigen Ausbildung durch die HWK sowie noch offene Stellen im Handwerk. Im Laufe der sachlichen und dennoch kritischen Diskussion herrschte Einigkeit bezüglich der frühkindlichen Bildung als Grundstein eines guten Bildungssystems. Nur wenn es gelänge, Kinder möglichst früh zu erreichen und sie bei den Übergängen zu Schulen und zur beruflichen Bildung pädagogisch zu begleiten, seien Lernbereitschaft, Integration, Aufstiegschancen und damit eine erfolgreiche Zukunft miteinander zu vereinen.
Staatssekretärin Katja Hessel MdL verfolgte als Vertreterin aus der Politik und als Mitglied der Staatsregierung die vielen Änderungsvorschlägen und Anregungen mit großer Aufmerksamkeit. Sie stellte die Bedeutung solcher Diskussionsveranstaltungen heraus, die grundsätzlich immer gute Denkanstöße liefern können. Auch Otto Dietrich Knapp sah wertvolle Hinweise für die Arbeit der FDP im Landesfachausschuss Bildung. Mit den Anwesenden stimmte Hessel MdL darin überein, dass die Bildung ein vielschichtiges Thema sei, diese aber nicht zum Feld für Experimente werden dürfe. "Der demographische Wandel wird zur großen Herausforderung für die Bildungspolitik in Bayern, die Bildung muss deshalb flexibler werden", so Katja Hessel. Weiterhin betonte sie: "Einerseits dürfen wir die frühkindliche Bildung nicht unterschätzen" Bildung fängt selbstverständlich vor der Schule an. Andererseits müssen wir auch die Bedürfnisse der Unternehmen berücksichtigen. Der Gefahr eines Fachkräftemangels in Bayern können wir nur begegnen, wenn wir wirtschaftliche Basiskenntnisse schon in der Schule vermitteln und auch für das spätere Berufsleben langfristige Bildungsangebote schaffen.?




