Im Mittelpunkt des Besuchs stand jedoch die Diskussion über die besonderen wirtschaftlichen Notwendigkeiten eines mittelständischen Betriebes und die Möglichkeiten politischer Rahmenbedingungen. Über die Ausbildungsmöglichkeiten, die das Unternehmen bietet, zeigte sich Landtagsvizepräsident Jörg Rohde sehr erfreut. "Wir alle wissen, dass die entscheidende Ressource für die Zukunft Bildung und Ausbildung ist" so der Abgeordnete, der betonte, wie wichtig gerade dieses Thema auch in wirtschaftlich nicht so guten Zeiten sei. Das wirtschaftlich schwierige Jahr 2009 hat das Unternehmen auch dank der Möglichkeiten der Kurzarbeit und Frühverrentung gut überstanden, dazu beigetragen hat aber auch, so betonte Geschäftsführer Huber, die breite Streuung der Produktpalette, so dass Einbußen im einen Bereich durch Zuwächse in anderen ausgeglichen werden konnten.
Sorgen bereite dem Geschäftsführer jedoch die derzeitige Diskussion in Berlin über die künftige Energiepolitik. Für das Brennen der Keramikerzeugnisse mit Temperaturen bis zu 2000 Grad Celsius benötigt das Unternehmen große Mengen Energie, überwiegend aus Erdgas. Diese Energie, die nicht zum Heizen oder ähnlichem verwendet wird, wird bislang als sogenannte Prozeßenergie steuerlich bevorteilt. Eine derzeit diskutierte Verringerung oder ein Wegfall der Bevorteilung der Prozeßenergie würde das Unternehmen empfindlich belasten, weiß der Unternehmer. Diese Sorge kann die Bundestagsabgeordnete Marina Schuster gut nachvollziehen, allerdings machte sie auch erneut deutlich, dass für eine Haushaltskonsolidierung mit Ausnahme des Bildungsbereichs in allen Bereichen gespart werden müsse. Jede Sparmaßnahme sei für die Betroffenen hart, das gelte für jeden einzelnen Sparvorschlag. In diesem Wissen sei das Ziel der Sparmaßnahmen ein ausgewogenes Sparpaket.




