FDP Mittelfranken - Jörg Rohde MdL beim Planspiel des Bayerischen Landtages

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  • Jörg Rohde MdL beim Planspiel des Bayerischen Landtages

    (19.07.2011) Planspiel „Der Landtag sind wir!“ am SMG
    Gunzenhausen - Noch etwas unsicher, was auf sie zukommen würde, trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10c und 10e am Freitag, dem 15. Juli, um 8 Uhr in der Aula des Simon-Marius-Gymnasium in Gunzenhausen .

    Dort begrüßten sie die Referenten Bettina Seitz, Thomas Regnet und Bernd Knüfer von der Forschungsgruppe „Jugend und Europa“, sowie Christa Naaß und Jörg Rohde, der das Amt des Landtagsvizepräsidenten bekleidet.
    Nach einer kurzen Einführung in die Organisation des Bayerischen Landtags und in den Ablauf des Planspiels erfolgte bereits die Rollenverteilung. Spielerisch wurden so Schülerinnen und Schüler an die Arbeit des Bayerischen Landtags herangeführt und konnten im Anschluss mit den beiden Landtagsabgeordneten ausführlich diskutieren.


Jeder Teilnehmer gab sich einen „Spielnamen“, die bereitgestellten Klassenzimmer verwandelten sich in Fraktionsräume für CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Freie Wähler, und es herrschte fortan die Pflicht, sich aus Respekt vor dem Amt des Abgeordneten zu Siezen. Es galt zunächst, sich in das gewählte Szenario zu der Problemlage „Übermäßiger Alkoholkonsum bei Jugendlichen“ einzuarbeiten: „Die Freien Wähler haben einen Gesetzesentwurf eingebracht, um übersteigerten Alkoholkonsum und eine damit einhergehende Gewalttätigkeit und Kriminalität, besonders bei der jungen Generation, zu bekämpfen. Dieses Ziel soll durch gezielte Maßnahmen zum Jugend- und Gesundheitsschutz sowie durch weitreichende Beschränkungen im Alkoholverkauf und –ausschank erreicht werden.“ Hierfür fanden sich die frisch gekürten Abgeordneten zu einer ersten Fraktionssitzung zusammen, wo sich die Mitglieder zunächst auf den federführenden Ausschuss (Kommunale Fragen und Innere Sicherheit) und den beratenden Ausschuss (Bildung, Jugend und Sport) aufteilten. In Diskussionen wurde außerdem die jeweilige Fraktionsposition für die Ausschussarbeit festgelegt und es fanden erste Gespräche zwischen den Koalitionspartnern CSU und FDP statt. Dabei zeigte sich, dass es für die kleineren Fraktionen wesentlich leichter war, eine eindeutige Position festzulegen, als für die viele Mitglieder umfassende CSU-Fraktion. Als es Zeit für die erste Plenarsitzung wurde, traf man sich wieder in der zum Plenarsaal umfunktionierten Aula. Die neu gewählte Landtagspräsidentin stellte die Träger der Ämter des Schriftführers und des Fraktions- und Ausschussvorsitzenden vor und überwies die Gesetzesentwürfe an die Ausschüsse, wo die Thematik diskutiert und schriftliche Stellungnahmen angefertigt wurden. Die kleineren Fraktionen hatten es hierbei natürlich schwer, ihre Vorstellungen durchzubringen: „Wir haben viel bessere Argumente und viel bessere Ideen, aber die anderen sind einfach mehr und hören nicht auf uns!“ Der Ärger darüber war so groß, dass teilweise sogar in der Pause weiter zum Thema diskutiert und eine Strategie ausgetüftelt wurde. In einer zweiten Fraktionssitzung legten die Abgeordneten dann jeweils eine Position zur Beschlussempfehlung fest und erarbeiteten eine Rede, die Grünen sogar einen schriftlichen Änderungsantrag zu dem Gesetzesvorschlag. Besondere Unterstützung erhielten hierbei die Fraktionen von SPD und FDP, da die Landtagsabgeordneten Christa Naaß und Jörg Rohde, der das Amt des Landtagsvizepräsidenten bekleidet, die den jungen „Abgeordneten“ durch praktische Ratschläge halfen. Beide hatten auf eine Veranstaltung mit dem Ministerpräsidenten verzichtet, um die Schülerinnen und Schüler bei der Durchführung des Planspiels zu unterstützen. In der zweiten Lesung vor dem Plenum nahmen die einzelnen Fraktionen nach der Vorstellung der Beschlussempfehlung durch den Ausschussvorsitz Stellung und stimmten zunächst über Änderungsanträge und dann über die Beschlussempfehlung ab. Der Gesetzesentwurf, der eine Einschränkung der Verkaufszeit, eine Sperrstunde und eine begleitende Aufklärungskampagne enthielt, wurde mit leichten Änderungen, z.B. bezüglich des Zeitrahmens für die Sperrstunde, mehrheitlich angenommen. Die stärkste Fraktion hatte sich zum Ärger der kleineren weitestgehend durchgesetzt. Mit dem Abreißen der Namensschilder wurde das Planspiel beendet.
In einem abschließenden Gespräch mit  Christa Naaß und Jörg Rohde konnten die Schülerinnen und Schüler die Planspielerfahrung auswerten, indem sie sich nach den realen Arbeitsbedingungen eines Abgeordneten im Bayerischen Landtag erkundigten. Am Ende eines anstrengenden Tages waren sich die Jugendlichen einig, dass es eine lohnenswerte Erfahrung war, für einen Tag in den Schuhen unserer Politiker zu stecken, um so komplexe Abläufe und Zusammenhänge besser verstehen zu können.
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